Was ist eine Virotherapie?

Die onkolytische Virotherapie ist eine Krebsbehandlung mit einem speziellen Virus, der die bösartigen Tumorzellen im menschlichen Körper finden und zerstören kann.

Nach der Einführung in den menschlichen Körper findet der Virus die bösartigen Tumorzellen und zerstört sie. Diesen Prozess nennt man Onkotropismus. Der Virus vermehrt sich in den bösartigen Tumorzellen und zerstört sie. Diesen Prozess nennt man Onkolyse. Die Viren zerstören nicht nur die Krebszellen, sondern auch mobilisieren die natürlichen Abwehrkräfte des Immunsystems, einschließlich auch gegen die Tumorzellen.

Ziel der Virotherapie, genauso wie der Strahlentherapie und der Chemotherapie, sind die Krebszellen, allerdings hat die Virotherapie einige wesentliche Vorteile:

  • Virotherapie zerstört selektiv die Tumorzellen, ohne die gesunden Körperzellen zu zerstören;

  • Virotherapie stimuliert die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers durch Aktivierung des Immunsystems, was von anderen Behandlungsmethoden unterdrückt wird;

  • Virotherapie kann man bei Tumoren anwenden, die auf die Strahlentherapie und Chemotherapie nicht ansprechen, z.B., Melanom;

  • Virotherapie kann man in verschiedenen Behandlungsetappen anwenden: vor oder nach der Operation, wie auch zwischen der Strahlentherapie und der Chemotherapie.

Die Virotherapie ist als eine sichere und wirksame Krebsbehandlungsmethode anerkannt. Sie ist körperschonend mit geringen Nebenwirkungen. Die meistens beobachtete Nebenwirkung ist etwas erhöhte (subfebrile) Temperatur (bis 37,5°C) ein bis drei Tage lang.



Mehr Information: www.virotherapy.eu